Ihr lieben da draußen,

Manfred und Monika - meine Pflegeeltern.....

Ich hatte das große Glück zu Euch zu kommen.

Mein , doch für einen Hund kurzes Hundeleben bei Euch war das Paradies. Eure Fürsorge, Eure Liebe war das beste was einem Hund je passieren kann.


Ich bin Sultan... vielleicht erinnerst Du Dich an mich, weil Du es zufällig gelesen hast, oder sogar schon mal für mich gespendet hast.... vielleicht sagst Du auch diese Geschichten gibt es viele.

Nein, diese ist meine kleine Geschichte und ich hoffe Du liest sie zuende....

...in Spanien geboren, mit 4 Monaten schon fast verloren..ja das trifft es wohl ganz gut. Wer meine Eltern waren weiß ich natürlich nicht. Die Menschen sagen das sie groß und stark waren.

Ich erinnere mich nicht mehr an die Zeit bei ihnen. War ja noch jung und unbeschwert als ich zu meinen Pflegis kam...darum weiß ich auch nicht warum und wie es zu diesem Beinbruch kam und warum man mich einfach an eine Bank gekettet hatte, auf einem Friedhof. Was ich grad noch wußte war das mich mein Pflegi Manfred dort abgeholt hat. Das scheint was schlimmes zu sein einen Hund einfach so zu behandeln, sagten die Pflegis und ganz viele andere Menschen. Ok, dann wird es so sein.

Aber ab dem Tag sollte sich mein Leben verändern und nicht mehr langweilig sein.

...erster Tierarzt Besuch, was die alles gemacht haben um mein Bein anzuschauen...die halten dich fest und flüstern rum und immer wieder sagen sie* armer Hund *...

oki, kein Wort verstanden aber es gab tolles Futter … und ich hatte ab dem Tag einen Namen..Sultan!,,und ich hatte ein neues Zuhause mit ganz vielen Spielgefährten um mich herum.

Aber was machen meine Pflegis, stecken mich in ein eigenes Gehege , riesengroß, wo ich alleine bin. Hallooo, ich wollte toben, um die Wette laufen und mit meinem Ball spielen.

*Sultan, Du musst erst operiert werden... das sagten meine Pflegis ständig, als wenn ich das verstehen wollte so jung wie ich war.

Dann kam die komplizierte Operation, es dauerte Ewigkeiten für mich- aber der Experte hatte wohl nicht eher Zeit. Die Tage nach der Operation hörte ich nur noch* Sultan mach langsam, Sultan nicht soviel laufen und und.., Die Pflegis meinten es sicher gut aber ich verstand kein Wort. Endlich kam der Tag als dieser blaue Verband abkam und ich konnte wieder Vollgas geben und mit meinen Hundekumpels toben, das war so schön denn sie waren alle toll.

So ging es mir dann bis zu diesem Tag X sehr gut... mein Pflegevater Manfred fuhr mit mir in die Tierarztpraxis weil ich etwas humpelte und er sich Sorgen machte. Pasqual meinte das es bei meiner Größe und der Vorfahren passieren kann und ich ja eh vorbelastet bin wegen dem Beinbruch... Diagnose- Bänder stark strapaziert... auf ein neues mit Blut asbnehmen und so.

Ab da war das Drama dann da- jeder der Menschen hatte wieder diesen Mitleid Blick drauf*...und die Aufregung fing von vorne an...

Der Bluttest sagte das ich Leishmaniose hätte...Ihr wisst nicht was das ist?- Ich sags Euch, hier gibt’s Sandmücken die das mit einem Stich an uns weitergeben, hört sich an wie nen normaler Flohstich, aber ist es wohl nicht. Allerdings kann man mit dieser Leishmaniose auch alt werden als Hund wenn es richtig behandelt wird - sagen die Menschen. Naja , mir ging es wirklich nicht gut und ich konnte wohl froh sein das ich eine Patin hatte die mir ermöglicht das teure Medikament zu besorgen - denn es ging mir schlechter und schlechter.

Nach einigen Tagen muss te das Medikament wieder abgesetzt werden, irgendwie war alles anders, es ging mir nicht gut und wieder Tierarzt, wieder Bluttests und dies und das...Es war eine Vergiftung- ich muß was gefressen haben, kann sein hier läuft ja einiges durch das Gehege, ne Maus, ne Ratte.. ich weiß es nicht mehr.

Wusstet Ihr das dieses Fest Weihnachten durch meinen schlechten Gesundheitszustand für ein paar Menschen nicht so toll war – Ich wußte es nicht, bin ja kein Mensch und kenne Weihnacht`s Bedeutungen. Wir Hunde sehen unser Schicksal wohl auch anders als Ihr Menschen. Unsere Natur nimmt es an und wir quatschen nicht soviel über das wenn und was passiert... so habe ich es hingenommen und hatte mal einen guten , mal schlechten Tag oder öfter in der Klinik war.

Alle haben sich toll um mich gekümmert, was will Hund mehr.

…..aber ich habe die Menschen beobachtet, und gesehen das Ihr Blicke nicht mehr so freudig , so klar waren.

Eure Blicke waren oft mit Tränen verschwommen – Tränen um mich.

Nun geht es langsam dem Ende zu, hörte ich die Ärzte sagen....

Meine Werte waren wieder schlecht, ich mochte mein Spezialfutter nicht und alles was so lecker war behalte ich nicht bei mir. Ich nehme zunehmend ab an Gewicht, ich schlafe viel und meine Kräfte werden weniger..... Ich weiß das viele Menschen rund um die Welt mir Energie gesendet haben und mir damit noch ein paar Tage Zeit gaben um den Funken Hoffnung nochmal aufflackern zu lassen, um all denen die so sehr an mich glaubten, mich so sehr liebten noch einmal ein Lächeln oder ein paar Freudentränen ins Gesicht zu zaubern.

Ich Danke Euch dafür!!!

Doch nun war meine Zeit gekommen, meine Seele hat längst das Licht gesehen... und mein Körper wollte nur noch zur Ruhe kommen.

So nochmal , Ihr lieben da draußen und Manfred und Monika...

Trotz all Eurer täglichen Sorgen umsorgt Ihr jeden Eurer Pflegis so wundervoll, dafür Danke ich Euch sehr.

Meine Reise über die Regenbogenbrücke habe ich mit stolz am 25.03.2015 angetreten – denn ich wurde geliebt – und ich habe Euch geliebt.


Danke an alle die bei mir waren in Gedanken, geweint haben und auch für mich gespendet haben...Ihr habt mich nicht verloren... ich schaue auf Euch hinab und bin an Eurer Seite...